Die richtige Fütterung für den Mops

Mutig, verspielt und freundlich, aber auch gerne übergewichtig – Der Mops.

Die lustigen, verspielten und anhänglichen Möpse erfreuen sich großer Beliebtheit. Schon Loriot stellte fest „Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos“.
Der wahrscheinlich ursprünglich aus China stammende Mops ist nicht nur aufgrund seines freundlichen und lebhaften Charakters sehr beliebt, er ist auch sehr mutig, aber zugleich sehr gutmütig, und eignet sich recht gut als Begleithund.

Aufgrund der kurzen Schnauze und dem damit einhergehenden Brachycephaliesyndrom leiden Möpse recht häufig unter Atemproblemen.
Zudem neigen sie leicht zu Übergewicht, weshalb eine ausgewogene und artgerechte Ernährung besonders wichtig ist.

Was eine ausgewogene Ernährung ist, wie Du Übergewicht vorbeugen bzw. abbauen kannst, das erfährst Du hier.

Aber was ist denn jetzt eine ausgewogene Ernährung?
Zunächst muss man festhalten, dass im Grunde alle Alleinfuttermittel ein „ausgewogenes“ Nährstoffprofil aufweisen, d.h. der Hund bekommt alles was er benötigt. Leider, je nach Fütterungsart, aber auch von dem ein oder anderen zuviel.

Bei Hunden ist es nicht anders als bei uns Menschen auch, werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht, nimmt man zu. Zudem kommt es auch etwas auf die Art der zugeführten Kalorien an. Das was uns dick werden lässt, sind hauptsächlich Kohlenhydrate.
Sehr häufig habe ich in meiner Beratung Hundehalter, die auf der Suche nach einem fettarmen Futter sind, da ihr Hund zu dick sei. Dann stelle ich klar, dass Fett nicht das Problem ist. Selbstverständlich soll man Hunde auch nicht mit Fett vollstopfen, denn ein zuviel ist immer schlecht, aber Fett ist DER Energieträger für den Hund und „besser“ als Kohlenhydrate.
Wenn also das Verhältnis von aufgenommener zu verbrauchter Energie nicht passt, und die Zufuhr reduziert werden soll, sollte man die Zufuhr von Kohlenhydraten reduzieren. Zudem ist es hilfreich für mehr Bewegung zu sorgen. Denn zum einen verbraucht das direkt Energie, zum anderen baut es Muskulatur auf, die dann auch wieder – sogar im Schlaf – mehr Kalorien verbraucht.

Sehr häufig werden Möpse mit Trockenfutter gefüttert. Leider gibt es hier sehr viel Schrott auf dem Markt. Aber selbst wenn Du ein „gutes“ Trockenfutter fütterst, wie Du das erkennst erfährst Du hier,  enthalten diese aus produktionsbedingten Gründen viel Kohlenhydrate.
Darüber hinaus, ist die Energiedichte bei Trockenfutter, also das Verhältnis von zu verfütternder Menge und Energie, sehr hoch.
Ich empfehle daher grundsätzlich Möpse nicht mit Trockenfutter zu füttern. Die Mehrkosten für Nassfutter oder das BARFEN sind aufgrund des geringen Gewichts eines Mopses nur marginal – die Gesundheit Deines Mopses sollte dies Wert sein.
Wenn Du jedoch Trockenfutter füttern möchtest, oder musst, nicht jeder Mops mag Nassfutter, dann achte bitte darauf, dass der Anteil an Kohlenhydraten möglichst gering ist.
Da der Anteil an Kohlenhydraten nicht auf dem Etikett angegeben wird, musst Du ihn errechnen. Dazu addierst Du die prozentualen Angaben von Rohprotein, -fett, -asche und Rohfaser und ziehst diese von 92 ab. Warum 92? Wenn Du die vorgenannten Werte und die Feuchtigkeit des Futters nimmst, und diese von 100 (%) abziehst, erhältst Du denn prozentualen Anteil an Kohlenhydraten im Futter. Da die Feuchtigkeit allerdings bei den wenigsten Trockenfuttern angeben wird, setzen wir sie mit dem Durchschnittswert von 8 % fest.

Meine Empfehlung also: Füttere Deinem Mops ein hochwertiges Nassfutter oder erstelle die Rationen selbst. Bei der Fütterungsmenge solltest Du Dich bei Alleinfutter an der Fütterungsempfehlung orientieren, diese jedoch nur als Anhaltswert verstehen. Daher solltest Du bei einem Wechsel des Futters Deinen Hund alle 14 Tage wiegen. Nimmt er ab, benötigt er etwas mehr Futter, nimmt er zu, etwas weniger. Hier kannst Du in 5 % Schritten steigern oder reduzieren.
Wenn Du mit Deinem Mops trainierst und Leckerli gibst, ziehe diese bitte von der Futterration ab. Hier kannst Du nach der Regel 2:1 vorgehen. D.h. für 2 g Leckerli ziehst Du 1 g vom Futter ab.
Zu den Fragen wie Du ein gutes Nassfutter erkennen kannst, oder wie Du Rationen selbst erstellst, werde ich in Kürze hier einen Artikel schreiben. Wenn Du bis dahin Fragen hast, schreibe mich gerne an.

Was mache ich, wenn mein Mops bereits übergewichtig ist?
Hier gilt es, wie oben schon erwähnt, das Verhältnis von aufgenommener zu verbrauchter Energie zu verändern.
Zudem ist es wichtig, dass die Gewichtsreduktion nicht zu schnell erfolgt. Wenn die Energiezufuhr zu weit unter den tatsächlichen Bedarf fällt, und nur so kann Gewicht abgebaut werden, geht der Hundekörper in ein Notprogramm über, und verbraucht weniger Energie, und die die er zugeführt bekommt, speichert er für noch schlechtere Zeiten.

Daher sollte in einem Monat nicht mehr als 3 % – 5 % des aktuellen Körpergewichtes abgenommen werden. Du solltest in der Abnehmphase Deinen Hund am besten wöchentlich wiegen. Idealerweise machst Du das immer zur selben Zeit um vergleichbare Werte zu haben. Also nicht einmal vor der Fütterung oder dem Spaziergang und ein anderes mal danach.
Auch für das Abnehmen eignet sich vor allem Nassfutter oder selbst erstellte Rationen, da dort die Energiedichte nicht so hoch wie bei einem Trockenfutter ist.

Mit einer dem Fitnesslevel Deines Mopses angepasster Bewegung und einer kontrollierten Fütterung, dürfte dem Idealgewicht nichts mehr im Wege stehen.
Wenn ich Dir auf dem Weg dorthin helfen kann, schreibe mich gerne an.

Willst Du noch mehr über gesunde und artgerechte Ernährung erfahren, dann schau Dir doch mal mein Hörbuch dazu an.

 

Über den Autor

Hallo, mein Name ist Christian Obsieger. Ich bin Tierheilpraktiker und Ernährungsexperte für Hunde und Katzen und Inhaber von FutterOnkel. Ich teile hier sehr gerne meine Erfahrungen und mein Wissen rund um unsere vierbeinigen Freunde.

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